Standort

Friedeburg

Die proof-tec GmbH in ansässig im ostfriesischen Wiesmoor. Über einen Zeitraum von rund 60 Jahren wurde in Wiesmoor aus Torfverbrennung elektrischer Strom gewonnen. Die Stadt nennt sich selbst Blumenstadt, da die Verbrennung des Torfs im ehemaligen Kraftwerk und die Nutzung der daraus resultierenden Abwärme für die Aufzucht von Pflanzen, insbesondere Blumen, untrennbar mit der Wirtschaftsgeschichte der Kommune verbunden ist. Die Stadt ist seit 1977 als Luftkurort anerkannt; der Tourismus ist neben dem Gartenbau und der Milchwirtschaft ein maßgeblicher Wirtschaftsfaktor. Daneben gibt es eine gewisse Anzahl von Industriebetrieben.

Zur Geschichte:

Vom Moor zum Blüten-Meer

Torf, Treibhäuser und Tomaten Oh – schaurig ist’s, übers Moor zu gehen. Als im Jahre 1633 vier Emder Bürger damit begannen, ein endloses Moorgebiet durch Abtorfung urbar zu machen, entstand das Timmelerfehn, heute Kern der Nachbargemeinde Großefehn. Aber fast zwei Jahrhunderte sollte das Moorgebiet um Wiesmoor noch in seinem „Dornröschenschlaf“ ausharren, bis Anfang des 19. Jahrhunderts der preußische Staat das zwischen Aurich und Wilhelmshaven gelegene 12.000 Hektar große unbewohnte Hochmoorgebiet – das Wiesmoor – zum Abtorfen und zur Besiedelung freigab.

Vom Strom

Als „Umweltfreundlicher Energiekreislauf“ würde man heute das Konzept der ersten Stunde bezeichnen: Aus Torf wurde Energie gewonnen im Torfkraftwerk Wiesmoor, das 1909 als eines der ersten, Dampfturbinen zur Stromerzeugung einsetzte.

…zu Gurken und Tomaten

Schon 1925 kam man auf die Idee, riesige Gewächshausanlagen zum Anbau von Gurken und Tomaten zu bauen, die mit dem überschüssigen Dampf des Kraftwerkes beheizt wurden. Über viele Jahrzehnte bildeten die Torfgewinnung, das Kraftwerk, die Gärtnerei und die Landwirtschaft auf neu gewonnenen Böden die Lebensgrundlage für Wiesmoor.

Moorland – Blumenland – Meedenland

Heute ist die Torfgewinnung zum großen Teil eingestellt und Wiesmoor setzt auf den sanften Tourismus, den Gartenbau und die Landwirtschaft. Anstelle der Treibhäuser und Gemüsegärtnerei entstand eine Großgärtnerei zur Aufzucht von Pflanzen, Sträuchern und Topfblumen. Die Gärtnereisiedlung „Hinrichsfehn“ liegt in unmittelbarer Nachbarschaft. Damit hat Wiesmoor eine der größten zusammenhängenden Gartenbauflächen Europas.

Was hat Wiesmoor noch alles zu bieten?

Ein Hallenbad, das Moorstrandbad „Ottermeer“, Tennisfreiplätze, eine Minigolfanlage, eine 27-Loch-Golfanlage und die zauberhafte Blumenhalle. Ausserdem findet jährlich am 1. Wochenende im September das Blütenfest mit „Wahl der Blütenkönigin“ und dem großen „Blütenkorso“statt.

Weitere Informationen unter: www.wiesmoor.de